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HowTo: Die Fireworks 3 - Director 8 - Connection

 

 

 

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Download Fireworks Import Xtra

Die Schnittstelle vom Grafiker zum Director-Programmierer ist - so kann ich aus eigener leidvoller Erfahrung sagen - häufig konfliktbeladen. Zumeist kommunizieren beide auf unterschiedlichen Ebenen, und oft führt das zu ineffektiven Lösungen und beträchtlichem Mehraufwand bei einem der Beteiligten.

Es gibt einige wenige Tools, die sich dieser Schnittstelle annehmen, allen voran Photocaster (verfügbar seit Director 6), ein Xtra, das die Ebeneninformationen aus Photoshop-Files in Director verfügbar macht und einen Darsteller pro Ebene anlegt. In Director 7 und 8 wird dabei die Transparenzinformation der Ebene optional als Alpha-Information im Darsteller angelegt.

Von Macromedia wurde kurz nach Erscheinen von Director 8 das "Fireworks Import Xtra" vorgestellt, das für die Verbindung von Fireworks 3 zu Director 8 einen sehr spannenden Ansatz bietet. Da das Studio-Paket von Director 8 zudem Fireworks 3 enthält und das Xtra gratis ist, bleibt für alle Beteiligten nur eines zu tun: Fireworks lernen ;-)

Kurzvergleich Photocaster - FW3-Import-Xtra
Arbeitsbeispiel
Generelle Anmerkungen

Macromedias Online-Tutorial




 

 

 

 

Photocaster vs. FW3-Import-Xtra

Photocaster 2 Fireworks Import Xtra

- Import-Xtra
- öffnet Photoshop-Dateien
- legt pro Ebene einen Darsteller an
- Import mit 8, 16, 24 oder 32 Bit Farbtiefe
- 32-Bit-Import nutzt Ebenentransparenz
- Preis: ca. 200 US-$ pro Plattform
- Hersteller: medialab

- Import-Xtra (plus Fireworks-Export-Skripte)
- öffnet Fireworks-HTML
- legt pro Bildelement (Frame/Slice/Layer) einen Darsteller an, je nach Exportoption in Fireworks
- Import von PNGs mit 32 Bit (inkl.
Alpha) bzw. 24 / 16 Bit.
- Transparenz wird genutzt
- Preis: gratis
- Hersteller: Macromedia

Ablauf
- PSD-Dateiformat ist direkt importierbar, Ebenen können beim Import ausgewählt werden.

Ablauf
- spezieller Export aus Fireworks als HTML und PNGs; Import aller Elemente durch Auswahl des HTML-Files
vgl. hier.

Spezielle Features
- Rendering der Ebenen auf Hintergrund (falls kein Alpha importiert wird)
- separate Alpha-Darsteller möglich
- Import-to-Score (direktes Platzieren ins Drehbuch)

Spezielle Features
- Übernahme der Fireworks-Skripte als Lingo-Behaviors
- Funktionstest bereits in Fireworks möglich
- Import-to-Score (direktes Platzieren ins Drehbuch)
Vergleich Teil 2...




 

 

 

 

Photocaster 2 Fireworks Import Xtra
Workflow 1
(Beispiel: Import eines komplexen Menü-Screens mit Buttons, Rollovers etc.)

- üblicher Arbeitsablauf erfordert zwei ganz unterschiedliche Photoshop-Dateien: eine mit den "grafischen" Ebenen, die der Grafiker für die gewünschten Effekte im Artwork benötigt, und eine mit "funktionalen" Ebenen, die für den Import in Director geeignet sind.

- großer Abstimmungsbedarf und/oder Nachbearbeitung in Director nötig.

- Benennungsregeln nötig.

- In Fireworks können auf beliebig vielen Ebenen die "grafisch" notwendigen Informationen untergebracht werden. Importiert werden nicht diese Ebenen, sie können also ohne Probleme erhalten bleiben. Die gesamte funktionale Unterscheidung geschieht durch "Slices" und "Frames" - d.h. die Fireworks-Datei enthält sowohl ein "Schnittmuster" (die Information, wie das Gesamtbild auseinandergeschnitten werden muß), als auch die unterschiedlichen States (auf mehreren Frames).

- Funktionalität ist dank Fireworks-Behaviors direkt im Grafik-Programm zu überprüfen (insbesondere Rollover- und Klickeffekte).

- Interaktivität kann in Director mitimportiert werden, d.h. passende Lingo-Behaviors werden angelegt: der Import ist in Director sofort funktional.

Workflow 2
(Beispiel: Grafikelemente, die in einer Ebenendatei lediglich "auf Stand" gebracht werden)

- Photoshop-Ebenendatei mit Photocaster direkt aus Director öffnen und Ebenen importieren, Auswahl der Ebenen und gewünschte Farbtiefe direkt beim Import angeben

- Export der Elemente aus Fireworks, Import aller Ebenen in Director (PNG bzw. 32-Bit-Darsteller)

nötiges Know-How
- Photoshop-Ebenen

nötiges Know-How
- Fireworks 3-Kenntnisse (v.a. Slicing, Frames, am vorteilshaftesten auch die in Fireworks 3 neuen Features wie Button-Symbole, Behaviors etc.)




 

 

 

 

Arbeitsbeispiel

So erstellen Sie komplexe Menüscreens in Fireworks und exportieren sie zu Director 8. (Klicken sie auf die Bilder, um Abbildungen in Originalgröße zu erhalten).

Das Arbeitsbeispiel nutzt die Datei "Lehrgang_Ende.png", das sich im Verzeichnis "Lehrgang" Ihrer Fireworks 3-Installation befindet.

(1) Vorbereitung in Fireworks

(1.1) Der Buttoneditor in Fireworks 3.

Einen neuen Button erstellen Sie mit dem Menü "Einfügen / Neue Schaltfläche...". Buttons, die auf diese Weise erstellt werden, können später exportiert werden.

Im Bild sehen Sie auch den Fireworks-Verhaltensinspektor. Buttons haben bereits Standard-Behaviors zugewiesen.

Einen alternativen Weg, Buttons zu erstellen, sehen Sie in (1.4).

(1.2) Rollover-Effekte können auch außerhalb derButtons angelegt werden. In dieser Abbildung sehen Sie neben den beiden Buttons einen Slice mit Textinformationen, der bei Rollover gegen eine andere Grafik ausgetauscht werden soll.

(1.3) Dafür wird ein neuer Frame angelegt, in dem das Austauschbild gestaltet werden kann (im gleichen Slice-Bereich). Bei Rollover über den "gifts"-Button soll also die Bildinformation aus Frame 2 das Bild aus Frame 1 ersetzen.

(1.4 - unten) Im Behavior-Inspektor von Fireworks läßt sich diese Zuordnung anhand der Slice-Übersicht festlegen.




 

 

 

 

(2) Export aus Fireworks

 

(1.5) Ist das Screen-lay-out in Fireworks fertiggestellt und - inklusive Interaktionen - getestet, sind zwei Schritte für den Export nötig:

1. Im Menü "Befehle: Setup for Director" muß der Befehl "Slices" ausgeführt werden. Damit werden die Exportoptionen für das Dokument und alle Slices auf PNG 32 gesetzt. Der Web-Layer in Fireworks muß dafür eingeschaltet sein.

2. Danach betätigen Sie den Exportieren-Befehl, in dessen Dialogfeld bereits die richtigen Parameter eingestellt sein sollten (Segmentobjekte verwenden / HTML-Einstellungen: Stil: Director).

Exportieren Sie das Firworks-Dokument.

 



 

 

 

 

(3) Import in Director

(2.1) In Director wählen Sie den Menübefehl "Insert (bzw. Einfügen) / Fireworks / Images from Fireworks-HTML". Im Import-Dialog können Sie die Farbtiefe und die Handhabung des Registrationspunktes vorgeben sowie angeben, ob die importierten Daten direkt ins Drehbuch eingefügt werden sollen und ob die nötigen Behaviors angelegt und direkt zugewiesen werden sollen. Beide Optionen sind überaus sinnvoll, können Sie doch auf diese Weise direkt die Interaktion aus Fireworks in Director übernehmen.

(2.2) Die Fireworks-Slices und die vom Xtra angelegten Behaviors sind im Director-Cast nun ganz normale Darsteller (Abbildung links). Im Drehbuch (Abbildung unten) sind die direkt sichtbaren Elemente bereits eingefügt; ebenso sind die Behaviors zugewiesen, die das Xtra selbst angelegt hat. An der Färbung der Drehbuchzellen erkennen Sie, ob einem Sprite ein Skript zugewiesen wurde (gelb).



 

 

 

 

Und noch einige generelle Anmerkungen:

(1) Im Vergleich zu Photocaster, wo Photoshop-Dateien direkt geöffnet und die Layers als Darsteller importiert werden können, ist der von Macromedia vorgeschlagene Weg doch recht umständlich. Es gibt keine direkte Importmöglichkeit von PNG-Layers. Der Weg führt immer über den Fireworks-Export.

(2) In Director 7 scheinen einige Features nicht zu funktionieren, insbesondere das automatische Zuweisen der Behaviors. Der oben beschriebene Weg wurde nur auf Director 8 getestet.

(3) Es gibt leider keine editierbaren Presets für die Behaviors, die das Xtra anlegt. Anders formuliert: Macromedia hat in das Import-Xtra für Director die Behaviors hardgecodet; dies ist ein denkbar schlechter Weg, denn er erlaubt einem versierten Anwender nicht, eigene Behaviors für den Fireworks-Import zu nutzen. Die hardgecodeten Behaviors sind zudem "non-standard", sprich, sie entsprechen teilweise noch nicht einmal den Macromedia-eigenen Vorgabn für Behaviors.

(4) Wenn in einen Drehbuchbereich importiert wird, in dem bereits Sprites existieren, so können Konflikte auftreten (kürzere Sprite-Spans etc.). Ähnliches gilt, wenn bereits ein Frame-Behavior existiert. Wählen sie einen freien Drehbuch-Bereich aus, bevor Sie importieren.

(5) Das Xtra legt recht willkürlich die Länge (Span) der Sprites an, die neu generiert werden. Dies läßt sich umgehen, wenn Sie vor dem Import einen Drehbuchbereich von der Länge auswählen, die die importierten Sprites ausfüllen sollen.

Wird der Fireworks-Import das Photocaster-Xtra ersetzen?

Photocaster hat den besseren Workflow (direkter Import); und es hat den Vorteil, daß Photoshop das verbreitetere Programm ist. Der Fireworks-Import ist umständlicher, aber in Teilbereichen (vgl. Arbeitsbeispiel) auch deutlich umfassender als Photocaster.

Wenn Ihr Grafiker bereits vertraut ist mit Fireworks 3, dann sollte er möglicherweise auch die Director-Grafikanlieferung mit Fireworks und der Fireworks-Director-Connection erledigen.

joachim gola





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