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PDF-Xtras für Director
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Mac PPC, Win
95/98/NT
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Mac, Win 3.1, 95/98/NT
US$ 299
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Mac, Win 3.1, 95/98/NT
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Win 95/98/NT
im Lieferumfang d. Acrobat Readers
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PowerMac, Win 95/98/NT
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Win 95/98/NT
US$ 199 |
Wer innerhalb seiner Director-Produktion
Daten in Adobes Portable Document Format PDF verwenden möchte,
kommt nach wie vor um den Einsatz von Xtras nicht herum. Die folgende
Übersicht zeigt eine Auswahl verfügbarer Lösungen.
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Acrobat
4 vorinstalliert auf CD-ROM
Entwickler haben
- beginnend mit Acrobat 4 - die Möglichkeit, vorinstallierte
Acrobat-Reader auf CD-ROM zu distribuieren. Dies ist offiziell
von Adobe erlaubt (vgl. hier).
Eine ausführliche Darstellung, wie's geht, finden Sie
in PDF-Zone.
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PDF ist mittlerweile ein
De facto-Standard für die elektronische Dokumentenverteilung.
Im Unterschied zu anderen Dateiformaten wie etwa HTML bleiben alle
Schriften, Formatierungen, Farben und Grafiken erhalten. PDF-Dateien
sind ausgesprochen kompakt und können unabhängig vom Betriebssystem
und dem Programm, mit dem sie erstellt wurden, betrachtet, durchsucht
und ausgedruckt werden. Der dazu notwendige Adobe
Acrobat Reader ist kostenlos für alle relevanten Betriebssysteme
verfügbar.
Damit bringt PDF gerade
in den Bereichen Vorteile, in denen Director offenkundige Schwächen
aufweist: Der Umgang mit umfangreichen Texten erfolgt in Director
7 alles andere als flott. Ausdrucke in akzeptabler Qualität
setzen den Einsatz von Xtras wie z.B. Printomatic und einigen Programmieraufwand
voraus. Indizierungs- und Suchfunktionen müssen ebenso programmiert
werden wie z.B. das gemeinsame Scrollen von Text und Grafik.
In der umfangreichen Liste
der von Director unmittelbar unterstützten Dateiformate sucht
man das PDF-Format vergeblich. Daß auch keine der hier vorgestellten
Lösungen ohne eine Installation des Acrobat Readers auskommt,
liegt allerdings eher an Adobes Lizenzpolitik als am Unwillen der
Xtra-Entwickler. Alle Xtra-basierten Lösungen wie auch das
Acrobat ActiveX Control fungieren im Prinzip nur als Übersetzer
zwischen dem Lingo-Interpreter und dem API des Acrobat Readers.
Insofern ist der Leistungsumfang einer Xtras- oder ActiveX-Einbindung
immer auch durch den installierten Reader bestimmt.
PDF-Daten werden also
nicht tatsächlich in einen Director-Film integriert. Vielmehr
wird vergleichbar mit AVI- bzw. QuickTime-Filmen nur
ein Bezug zu den extern vorliegenden PDF-Daten gespeichert.
Bei der Verwendung von
PDF-Daten in Director-Projekten ist zwischen der Ansteuerung des
Acrobat Readers durch den Film und der Einbindung des PDF-Dokuments
in die Filmbesetzung zu unterscheiden.
Director bietet zum Start
externer Programme den Befehl "open". Diesem muß
der vollständige Pfad zum Anwendungsprogramm übergeben
werden, zu dessen Ermittlung wiederum ein Xtra benötigt wird.
Da "open" zudem keinen Rückgabewert liefert, mit
dem sich der erfolgreiche Start des Programms testen läßt,
ist vom Einsatz des Befehls eher abzuraten.
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Buddy
API und MasterApp
Die Funktionalität
der beiden Xtras Buddy API (auch Budapi) und MasterApp ist im Gegensatz
zum unten vorgestellten AcroViewer und dem PDF Xtra nicht auf die
Anzeige und den Ausdruck von PDF-Dateien beschränkt. Tatsächlich
erledigen diese beiden "Schweizer Taschenmesser" unter
den Xtras diese Funktionen mehr nebenbei, wie ein Blick auf die
umfangreichen Funktionslisten zeigt. Beide Xtras bieten umfangreiche,
betriebssystemnahe Informations- und Kontrollfunktionen und einen
in etwa vergleichbaren Leistungsumfang.
Buddy API
Die Mac-Version dieses Xtras hat einen geringeren Funktionsumfang
als das Pendant für Windows. Im Einzelfall lohnt jedoch ein
Blick auf die Homepage, da der Autor hier vorab einzelne Funktionen
in separaten Xtras bereitstellt.
Buddy API stellt in der unregistrierten Version zwei gratis nutzbare
Funktionen zur Verfügung und ist in zwei Versionen verfügbar.
In der für US$ 80 angebotenen Limited Edition stehen sieben
Funktionen pro Aufruf zur Verfügung, die Vollversion (derzeit
124 Funktionen) schlägt mit US$ 160 zu Buche. Aufgrund des
attraktiven Preises und der Leistungsfähigkeit ist die Anwenderzahl
und damit auch das Online-Angabot an Skriptbeispielen für die
verschiedensten Aufgaben entsprechend groß. Gute Ressourcen
sind hier das Forum auf der Buddy API-Homepage und die Site http://www.mediamacros.com.
Sowohl der Test, ob ein Reader installiert ist als auch das Öffnen
eines PDF-Dokuments sind sehr einfach zu bewerkstelligen, wie das
folgende Beispiel aus dem Nachrichtenfenster zeigt.
MasterApp
Der Acrobat
Manager ist eine gratis verfügbare Skriptbibliothek,
die den Einsatz des Xtras MasterApp zur Kontrolle von Acrobat deutlich
vereinfacht. Im einzelnen werden die folgenden, leicht handzuhabenden
Wrapper-Scripts zur Verfügung gestellt:
launchAcroHidden
launchAcroWithDoc docName
isAcroRunning
hideAcro
showAcro
quitAndOpenAgain docName
printDoc docName,goFrameAfterPrint
quitAcro
getRunningTasks
getAcroWindows
Insbesondere bei Crossplatform-Produktionen lohnt der Einsatz, da
die Wrapper-Scripte eine vom Betriebssystem unabhängige Schnittstelle
bieten. Um die bei der Programmierung für MasterApp zu berücksichtigenden
plattformspezifischen Besonderheiten muß sich der Entwickler
nicht kümmern. Da die Bibliothek nicht geschützt ist und
alle Prozeduren ausführlich kommentiert sind, bietet die Bibliothek
auch eine ausgezeichnete Basis für eigene Erweiterungen.
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PDF
Xtra
Das PDF-Xtra der Firma
Integration New Media befand sich zum Zeitpunkt des Tests noch im
Beta-Stadium, weshalb wir an dieser Stelle auf eine Bewertung der
Darstellungsqualität verzichten.
Anders als die bereits
vorgestellten Lösungen integriert das Plug-in die PDF-Daten
in den Director-Film. Das Xtra erzeugt den Eintrag "PDF Document"
im Menü "Einfügen/Mediaelement", mit dem ein
zunächst leerer Xtra-Darsteller generiert wird. Über den
Dialog "Darstellerinfo" stellen Sie anschließend
ein, mit welcher externen PDF-Datei der Darsteller verknüpft
werden soll. PDF-Sprites werden grundsätzlich direct-to-stage
rendert, können also nicht von anderen Sprites überlagert
werden. Weiterhin werden Überblendungen, Farbeffekte und eine
Reihe weiterer Properties nicht unterstützt.
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AcroViewer
Das Xtra "AcroViewer"
des Herstellers XtraMedia ist wie der Name vermuten läßt
auf eine Aufgabe zugeschnitten.
Es enthält über 40 Funktionen, ist für sämtliche
Windows-Versionen und PowerMacs verfügbar und arbeitet mit
Director ab Version 5. Im Unterschied zu den meisten anderen Herstellern
bietet XtraMedia keine Demo-Version des Xtras an, was die Entscheidung
zur Investition von US$ 175 nicht unbedingt erleichtert. Der mitgelieferte
Demo-Film liegt im Format von Director 5 vor, was prinzipiell kein
Problem darstellt, da sich die Datei problemlos mit Director 7 öffnen
läßt. Allerdings wird in der Prozedur "browseForViewer"
anstelle des Xtras FileIO das gleichnamige XObject verwendet, was
dazu führt, daß sich der Skripttext in Director 7 nicht
ohne Fehlermeldung kompilieren läßt. Daß die Prozedur
im Film dann noch nicht einmal verwendet wird, verstärkt den
zwiespältigen Eindruck und macht insbesondere Einsteigern die
ersten Schritte mit dem Xtra unnötig schwer.
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ActiveX-Control
Diese Lösung ist
auf Windows 95/98/NT beschränkt und verwendet das im Lieferumfang
des Acrobat Readers enthaltene ActiveX-Control. Das im Lieferumfang
von Director enthaltene ActiveX-Xtra installiert den gleichnamigen
Befehl im Menü "Einfügen/Steuerung". Im folgenden
Dialog kann das Acrobat-Control ausgewählt werden, sofern der
Reader im System installiert ist. Abschließend muß im
Feld "src" der Pfad zur anzuzeigenden PDF-Datei angegeben
werden. Danach kann der Darsteller wie jeder andere Sprite auf der
Bühne plaziert und skaliert werden. Sobald Sie die Wiedergabe
des Films starten, sollte die PDF-Datei auf der Bühne erscheinen,
was in unserem Test allerdings nicht in jedem Fall prompt funktionierte.
Den Versuch, mit dem ActiveX-Control der Version 3 zu arbeiten,
quittierte Director 7.0.2 mit einem sofortigen Absturz (Dialogbox
"Fatal error"). Erst die Installation der aktuellen Version
4 schaffte Abhilfe. Auf einem anderen, bereits mit dem aktuellen
Reader versehenen System wurden auch bei korrekt eingegebenem bzw.
aus Lingo heraus gesetztem Pfad zur PDF-Datei ausschließlich
leere Seiten gezeigt. Nach einem Neustart des Systems funktionierte
alles wie erwartet eine Reproduktion des Fehlers gelang nicht.
Die Ansteuerung des Sprites aus Lingo heraus gestaltet sich einfach.
Das Laden einer PDF-Datei übernimmt z.B. ein Aufruf der Form
loadFile(sprite
<Spritenummer>, <Pfadangabe>)
Der Ausdruck wird mit dem
Befehl
print(sprite <Spritenummer>)
initiiert.
Das aus der Feder von Chuck Neal stammende und in der Library auf
http://www.mediamacros.com/search.shtml
zu findende Behavior kann sowohl für den PDF-Sprite selbst
wie auch für Navigations- und Druck-Buttons verwendet werden.
Auch das ActiveX-Control kommt nicht umhin, den Acrobat Reader im
Hintergrund zu starten.
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Fazit
In jedem Fall sollten
Sie sich nicht auf die weite Verbreitung des Readers verlassen und
Ihrer Produktion die Installer der aktuellen Version beilegen. Details
zur Distribution finden Sie unter http://www.adobe.com/prodindex/acrobat/distribute.html
Die Auswahl des geeigneten Tools hängt zuerst davon ab, ob
Sie die PDF-Daten wie gewohnt in einem frei skalierbaren Fenster
oder als fest plazierten Darsteller auf Directors Bühne präsentieren
wollen. Für die Realisierung eines externen PDF-Fensters bietet
Buddy API das beste Preis-Leistungsverhältnis, MasterApp wiederum
in Verbindung mit dem Acrobat Manager den einfachsten Einstieg.
Eine abschließende Beurteilung des PDF-Xtras ist erst mit
dem Final-Release und der Festlegung des Preises möglich. In
jedem Fall stellt es eine äußerst interessante Alternative
zur auf Windows beschränkten ActiveX-Lösung dar.
Weitere Lösungen
Das LiveCD Xtra der Firma Trevi Media ermöglicht die
Verwendung von Netscape-kompatiblen Plug-ins innerhalb des Director-Films
und unterstützt auch die Verwendung des Acrobat PDF Web Plug-ins.
Damit bietet das für Macintosh PPC und Windows 95/98/NT verfügbare
Xtra eine weitere Crossplatform-Lösung.
Das WebXtra von Tabuleiro da Baiana basiert auf dem oben
vorgestellten ActiveX-Control und ist nur für 32 Bit-Windows
und den Internet Explorer verfügbar. Auch hier werden PDF-Daten
über das Browser-Plug-in angezeigt.
(Gerd)
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