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HowTo: 140 neue kostenlose Überblendungen in Director

 

 

 

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Download: .zip (PC) bzw. .hqx (Mac)-Archiv mit zwei Beispiel-Director-Filmen, jeweils mit 2 dazugehörigen QuickTime-Movies.

Dieser Artikel ist ein Beitrag von Joachim Baur (baur@medien-werkstatt.com).

Inhaltsübersicht

 

Was sollen denn das für Überblendungen sein?

Seit QuickTime Version 3 wurden die in einem QuickTime-Movie einsetzbaren "Spur-Arten" (track types) um die sogenannte "Effekt"-Spur erweitert. Im Vergleich zu regulären "Audio"- oder "Video"-Spuren enthält die "Effekt"-Spur selbst keine Bilddaten, sie stellt lediglich zur Laufzeit berechnete (oder auch pre-renderte) Bild- und Übergangseffekte für/zwischen anderen Spuren zur Verfügung.
Die Filtereffekte können auf ein Standbild ("Picture"-Track) oder eine Videospur angewandt werden, sie werden zur Laufzeit dann in die Bilddaten eingerechnet. Da gibt es u.a. Blur (Weichzeichner), Filmnoise (Kratzer und Haare), Lensflare, etc...
Die Überblendungseffekte hingegen lassen sich nur auf 2 Standbildern anwenden, sogenannten "Picture"-Spuren. In diese Spuren kann nahezu jedes Pixelbild-Format (TIFF, PICT, PNG, JPEG, GIF, ...etc) importiert werden.

Soweit zu QuickTime selbst - aber was mache ich damit in Direcor?

Diese beiden Effektarten können ganz einfach mit Director-Inhalten (beliebige Screens mit Puppets, Shapes, etc - alles außer "Direct-To-Stage"-sprites) kombiniert werden. Der kleine Trick dazu ist lediglich,
- für die Filtereffekte als "Hintergrundbild" im Quicktime-Picture-Track ein weißes PICT anzulegen
- für die Übergangseffekte als Start- oder Endbild für den Übergang ein weißes PICT anzulegen (andere Farben für andere Inkeffekte).

Wird der damit erzeugte QuickTime-Film in Director importiert und dann nicht Direct-To-Stage mit "Background transparent" (oder "Darken" z.B. bei Filmnoise) in einem Kanal über den restlichen Sprites plaziert, kann man alle die netten QT-Überblendungen selbst benutzen... Bei den Filtereffekten ist die Auswahl etwas eingeschränkt, da nur die Effekte funktionieren, die vom QT-internen Hintergrundbild (das ja ohne Motiv ist) unabhängig sind - also kein Blur, Relief oder ähnliches...




 

 

 

 

Die Beispieldateien:

Director-Film mit QT-Filtereffekten (Datei "Effekte_mit_qt.dir")

Nach einem Klick auf den gelben Titelscreen wird zuerst der "Lensflare"-Effekt überlagert, beim zweiten Klick der "Filmnoise"-Effekt als Loop angewandt - die Hintergrundgrafik ist ein Director-Sprite, das sich bewegende grüne Rechteck soll einfach zeigen daß die Effekte auch bei Animationen zur Laufzeit funktionieren.
Dazu gehören die 2 QT-Filme qt_effect_flare.mov und qt_effect_filmnoise.mov

Director-Film mit QT-Übergängen (Datei "Blenden_mit_qt.dir")

In einem Endlosloop wird von den zwei Shape-Sprites auf schwarzem Hintergrund mit einer Zufalls-"Wipe"-Überblendung das gelbe Titelbild gezeigt - das grüne Oval bewegt sich während der gesamten Transition im Hintergrund weiter!
Anschließend wird mit einer Zufalls-"Radial"-Überblendung wieder auf die hinter dem QT weiter laufende Director-Animation zurückgeblendet.
Dazu gehören die 2 QT-Film qt_blend_in.mov und qt_blend_out.mov




 

 

 

 

Was sind die Vor- und Nachteile?

Klare Nachteile der "importierten Überblendungen":

  • QuickTime 3 bzw. 4 (je nach verwendetem Effekt) muß beim Enduser installiert sein
    (ist aber oft sowieso Voraussetzung für das Abspielen von CD-ROMs)
  • Das Anfangs- oder das Endbild des Übergangseffekt ist statisch/fest im QuickTime-Movie importiert
    (bei den meisten Dir-Transitions sind aber auch entweder Anfangs- oder Zielscreen "statisch")
  • Die flüssige Darstellung der Effekte zur Laufzeit braucht einen einigermaßen schnellen Prozessor

Aber die Vorteile der QT-Transitions sind auch nicht ohne:

  • ca. 140 neue kostenlose Übergangseffekt auf einen Schlag (manche kommerziellen Xtras sehen da blaß aus)
    z.B. eine echtes Crossfade, das fehlt schon lange bei den eingebauten Dir-Transitions
  • Übergänge aus einer Animation heraus
    Director selbst (und auch die Transition-XTras von Fremdherstellern) arbeiten ja nur mit "eingefrorenen" Bildinhalten
  • Die QT-Effekte können sehr variabel und fein eingestellt werden, andere Ink-Einstellungen ("Darken" statt "BackgroundTransparent" z.B.) ergeben nochmal neue Resultate...
  • ...ICH KANN DAS EWIGE PIXELDISSOLVE NICHT MEHR SEHEN!!!!



 

 

 

 

Wie mache ich den jetzt so einen Effekt-QT-Movie???

Es gibt inzwischen diverse Werkzeuge zum Erstellen von allen möglichen Track-Typen, ich selbst benutze LiveStagePro (ist aber ein teures Spielzeug ;-), Electrifier Pro kann das wahrscheinlich auch

Von Apple selbst gibt es das kostenlose MakeEffectMovie für Mac und PC:
http://developer.apple.com/quicktime/quicktimeintro/tools/

Dort gibts auch eine Schritt-für-Schritt Bedienungsanleitung zu dem Tool unter
http://developer.apple.com/quicktime/quicktimeintro/tools/makeeffectmovie.html

Apples eigene Übersicht der Effekt-Typen:
http://www.apple.com/quicktime/samples/effects/index.html

Viel Spaß beim Entdecken und Experimentieren (sind wir nicht alle deswegen in dieser Branche? Ach so ja, das mit dem Geldverdienen... ok, ok, zurück an die Arbeit).

Kommentare, Anregungen und Kritik gerne an:

Joachim Baur | medienwerkstatt | grafik-design




 


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